Führen im Wandel

Bei großen Veränderungsprozessen entscheidet die Prozessqualität, ob die Betroffenen mit ziehen. Hier lernen Führungskräfte, nach welchen Regeln und mit welchen Mitteln sie professionell kommunizieren und die Umsetzung vorbereiten können.

Wie Akzeptanz entsteht

Wenn die Sachentscheidungen gefallen sind, beginnt oft der entscheidende Teil des Veränderungsmanagements: die professionelle Vermittlung der Ergebnisse und die Vorbereitung der Umsetzung. Wenn dies gelingt, entsteht Akzeptanz durch die Betroffenen. Wenn nicht, entsteht Frust.

Damit dieser Teil des Prozesses gut läuft, ist die beste Lösung, dass die eigenen Führungskräfte auf der Bühne stehen. Sie sind in der Lage, mit viel höherer Authentizität und Glaubwürdigkeit beim Vermitteln der neuen Perspektiven aufzutreten als dies externe Berater je könnten.

Führungskräfte vorbereiten

Ein paar Vorbereitungsschritte befähigen Ihre Führungskräfte, selbst professionell ihre Workshops, Meetings und Events zu leiten. Und für Großveranstaltungen oder Veranstaltungen, in denen die Wogen höher schlagen können, unterstützt ComTeam konkret und praktisch vor Ort.

Die Elemente dieser Qualifizierung können vor allem als Vorbereitung und simultane Begleitung von Veränderungsprozessen Ihre Führungskräfte sicher und kompetent machen, ihre Kommunikationsaufgaben professionell zu erfüllen.

Modul 1: Kommunikationskonzepte im Veränderungsmanagement

Drei Tage Anleitung, Konzeption und Training am realen Fall, an dem die Prinzipien und die wesentlichen Kommunikationselemente des Wandels verständlich und anwendbar werden. Sie lernen, die notwendigen Aktivitäten für Ihren Bereich oder Ihre Abteilung konkret zu planen und können einschätzen, welche Sie selber leiten können und welche sie besser an Moderatoren übertragen. Inhalte und Ablauf folgen der nachfolgenden Abbildung.

Modul 2: Methoden für Workshops, Meetings & Events

Prozessmodelle, Methoden und Verhaltensweisen zum erfolgreichen Leiten mit klaren Resultaten. Das definiert, mit welchen Fragen man die Gruppe durch ihr Thema führt und bestimmt, was vorgegeben ist und was offen diskutiert werden kann. Diesen Prozess zu leiten braucht Lust am Führen und Fingerspitzengefühl für die Beteiligten, es braucht sorgfältig eingesetzte Methoden und Leidenschaft für Qualität und Akzeptanz.

  • Visualisierung und Präsentation: Schnell und lesbar mitschreiben, strukturiert visualisieren
  • ProzessModelle: Ablaufszenarios und Veranstaltungs-Dramaturgien für Projektmeetings, Präsentationen mit Diskussion, Infoveranstaltungen etc.
  • Fragetechnik und Antwortmethoden: Alle Teilnehmerbeiträge einbeziehen, mit Methoden von Moderation bis MindMapping
  • Vorbereitung: Fragen zur Klärung und Planung Ihrer Veranstaltungen
  • Verhalten & Feedback: Reflexion zum Leiten und zum Umgang mit Teilnehmern

Modul 3: Führen im Umfeld von Konflikt und Widerstand

Klar sein, nicht bevormunden. Verständnis zeigen, ohne nachgiebig zu sein. Konsequent sein, ohne sich autoritär zu verhalten: Das ist der (hohe) Anspruch an Führung im Umfeld von Konflikt und Widerstand. Diese Situationen kann bewältigen, wer versteht, wie Widerstand entsteht, welche Dynamiken mit Veränderungsprozessen verbunden sind und welche sozialen Rollen im Wandel entstehen. Dazu gehört, seine Werte klar zu haben, die Legitimität von Interessen abwägen zu können und sich der eigenen Motive bewusst zu sein.

  • Anspruch: Erwartungen und Anforderungen an Führungskräfte in Konfliktsituationen
  • Soziodynamik: Prozessdynamiken, Widerstand und der Einfluss der Unternehmenskultur
  • Motive: Interessen, Bedürfnisse, Werte und alles, was Menschen im Wandel (an-)treibt
  • Macht und Verantwortung: Partizipation und ihre Grenzen. Machteinsatz und seine Grenzen
  • Prinzipien der Mediation: Denkansätze beim Umgang mit Konflikten und Dilemmas

So kann ein Qualifizierungs- und Begleitungs-Programm konkret aussehen

Das Rechenbeispiel basiert auf einer Fusion von zwei Unternehmensbereichen mit einem (neuen) Bereichs-, sieben Abteilungsleitern und insgesamt 31 weiteren Führungskräften.

Die gesamte Mitarbeiterzahl der beiden verschmolzenen Bereiche betrug 340, bestehend aus etwa 150 Referenten bzw. Sachbearbeitern, den 39 Führungskräften und ca. 150 MitarbeiterInnen in den Sekretariaten.

Modul 1 war für den Bereichs- und die Abteilungsleiter, Modul 2 fand zweimal für die Abteilungsleiter und Teamleiter statt, und Modul 3 fand ebenfalls zweimal hierarchieübergreifend statt.